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Die Rheinpfalz - Nr. 270
AUSDRUCKSSTARKE
GOSPEL-INTERPRETATIONEN
Mitreißendes Konzert in der Christuskirche
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Großes Interesse galt dem Thema "Gospel meets Classic", entsprechend gut besucht war dann auch am Freitagabend die protestantische Christuskirche Mörsch. Aktuell ergänzt werden könnte "America meets Europe" oder "Black meets White".
Randall Taylor aus New York ist Afroamerikaner. Er setzt sein rauchiges Organ locker über drei Oktaven und mehr ein, arbeitet auch mit der Kopfstimme und spielt mitreißend
Keyboard. Almut-Maie Fingerle ist in einem weiten Feld daheim, singt solistisch
nicht nur Oratorien- und Kantaten-Parts und beeindruckte mit Bachschen Koloraturen feinster Art.
Gabriela Glaser Mills ließ keinen Zweifel aufkommen: sie ist eine wunderbare Interpretin von Gospels und Spirituals.
Die Flötistin Kirsten Kohlmann und der Organist Harald Tippl ergänzten den Gesang mit adäquatem Spiel.
Jens-Peter Giersch moderierte geistreich und fesselnd, wies auch darauf hin, dass beispielsweise Bach und Gospel von tiefem Glauben getragen seien, dass Europas Ziel Perfektion, das des Gospels jedoch Gemeinsamkeit sei. Darüber lässt sich nachdenken.
Die Musiker hatten das Repertoire in fünf Blöcke geteilt. Durchweg beglückend die Wahl, die Interpretation: Fingerle bot mit Flötistin und Organisten Bachs "Hört ihr Augen auf zu weinen",
reinstes, schönstes Barock.
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Glaser Mills und Taylor begannen diesen "Trauer und Trost" gewidmetem Block mit dem ergreifenden "Sometimes I feel like a motherless child", die Sängerin, unendlich innig,
ergänzte "Blow the wind southerly", alle drei Sänger beendeten ihn mit dem "Swing low‘ sweet chariot". Es kann nicht Sinn dieser Rezension sein, aufzuzählen, obwohl jeder der
fünf Sätze es verdient hätte, auf ihn einzugehen. So bleibt eine wunderbar
klare Orgel-Improvisation Tippls zu erwähnen, der mit der Flötistin auch Largo
und Allegro aus Händels Sonate e-Moll musizierte. Eine ausdrucksstarke
Interpretation, an die sich das aufwühlende "Cumbaya", der Schrei nach
dem Lord, fügte.
Das Publikum dankte immer wieder von Herzen. Mit Händel, Purcell
und sicherlich zum ersten Mal im Raum Frankenthal "Pie Jesu" aus Andrew Lloyd Webbers Requiem, dem die Sängerinnen und der Organist schwebende Schönheit gaben‘ war das
Konzert fast zu Ende.
Was wäre aber ein Gospel-Konzert ohne "Amazing Grace" oder "He‘s got the whole world in his hands"? So eine Art ausdrucksstarker Torso. Künstler und Gäste boten sie in guter Gospel-
Art im Wechselgesang, schnalzend, swingend‘ kurzum glücklich. Und in der Verfassung konnte man sich schließlich auf den Heimweg machen.
Schön wäre gewesen, den verdienten Beifall erst am Ende der Blöcke zu
spenden. Aufgebaute Tiefe hätte dann intakt bleiben können. (ema)
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Rhein Main Presse Wonnegau, 22. März 2001
Wenn Gospel auf die Klassik trifft
Besonderes Konzert in Westhofen / Gelungenes Experiment der engagierten Sänger und Musiker
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Von unserer
Mitarbeiterin
Nadine Herd
WESTHOFEN - Es war ein Musikerlebnis der besonderen Art, das die Künstler unter dem
Motto "Gospel meets Classic" in der evangelischen Kirche in Westhofen boten. Die Neugier
war bei Klassik-Fans ebenso groß wie bei den Gospel-Anhängern, denn man fragte sich,
wie diese Musikrichtungen in einem Konzert harmonieren.
Almut Maie-Fingerle, Gabriela Glaser-Mills, Kirsten Kohlmann, Randall Taylor und Harald Tippl wagten dieses Experiment und der Applaus der Zuhörer und deren Begeisterung geben ihnen Recht.
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"Gospel meets Classic" war
eine überraschende und musikalisch gute Veranstaltung.
Vor allem die Stimme von Randall Taylor begeisterte mit
klanglichem Volumen und Ausdrucksstärke, Eigenschaften, die den gesungenen
Gospels wie "Lord, lift us up","Kumbaja" oder auch "Amazing grace" Leben einhauchten.
Gabriela Glaser-Mills sang ebenfalls gut, doch konnte sie mit der Stimme Taylors
nicht konkurrieren.
Dem klassischen Teil des
Programms, dass ständig zwischen Gospel und Bach, Mozart oder Händel wechselte,
lieh Almut Maie-Fingerle ihre Stimme. Begleitet wurde sie
von Kirsten Kohlmann (Querflöte)
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und Stephan Aufenanger
(Orgel). Dem Gesang von Maie-Fingerle war die die Ausbildung anzumerken. Fast
spielerisch brachte sie dem Publikum "Hört ihr Augen auf zu weinen" von Johann Sebastian Bach,
Mozarts "Sub tuum präsidium confugimus" oder auch "Meine Seele hört im Sehen" und "Süße Stille, sanfte Quelle ruhiger Gelassenheit" aus "Neun Deutsche Arien" von Georg Friedrich Händel zu
Gehör — ein Genuss, den fast alle Konzertbesucher zu schätzen wussten.
Bei den Kleinsten in der Kirche fehlte allerdings bisweilen
das Verständnis und die Geduld fur die hohe Kunst im hor der Kirche. Ihnen mussten
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die Eltern auch schon einmal hinterher laufen. Doch auch die Künstler sorgten fur
einige Bewegung, da teils von der Empore herab, teils vom
Chor aus gesungen wurde.
Das Konzert war in fünf Teile gegliedert: "Wege zu Jesus", "Trauer und Trost", "Ewigkeit", "Vollendung in ewigen Leben" und "Freude an der Schöpfung ". Die Nachzeichnungen des Weges der Gläubigen spiegelte sich auch in den Stücken. "Die Gemeinsamkeiten von klassischer Musik und
afro-amerikanischem Gospel wollen wir hörbar und erfahrbar machen", so die Intention
der funf Musiker. Diesem Ziel sind sie mit Sicherheit ein Stück näher gekommen.
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Ein Konzert der besonderen Art in Westhofen: "Gospel meets Classic" begeisterte das Publikum. Auch Almut Maie Fingerle (links) und Kirsten Kohlmann konnten überzeugen.
Bild: Alessandro Balazarin
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Wormser Allgemeine Zeitung vom 13.9.2001
Eine musikalische Brücke
"Gospel meets classic": Vielbeklatschtes Konzert in der Gottliebenkapelle
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Von unserem
Mitarbeiter
Philip Schäfer
Unter dem Titel "Gospel meets classic" lief in der Magnuskirche
ein "Projekt", mit dem sechs Musiker eine Brücke von Gospel zur "klassischen" Musik schlagen wollten. Mit einer provokanten Werkauswahl und ungewöhnlichen Interpretationen gelang
es dem bunt gemischten Gespann, die Konzertbesucher zu begeistern: Am Ende sollte es
dafür mit stehendem Beifall belohnt werden.
Moderator Jens-Peter Giersch führte ambitioniert durchs Programm, stellte
diverse kleine Änderungen an und erzählte kurz von der Entstehung des Gospel. Der in fünf
Themengebiete unterteilte Abend umfasste
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Instrumentalstücke sowie Vokalstücke mit
Instrumentalbegleitung aus Barock und Klassik, denen verschiedene Gospeltitel
gegenübergestellt wurden. Der Afroamerikaner Randall Taylor, "aufgewachsen in und mit
Gospel", hatte die meisten der Gospels selbst arrangiert und begleitete sie auch auf dem
E-Piano. Gabriela Glaser Mills, in Worms durch ihre beharrliche Konzerttätigkeit
keine Unbekannte mehr, übernahm hier zumeist den Vokalteil.
In beiden Genres und drei
Vierteln aller Titel war sie mit
ihrer Stimme vertreten, immer wieder von Taylor und Almut-Maie Fingerle unterstützt, und
erweiterte das Programm mit der A-cappella-Nummer
"Blow the wind southerly" und Purcells "Music for a while"
spontan um zwei alte Bekannte aus ihrem Repertoire.
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Pierluigi Alessandrini, "Special Guest from Parma/Italy", steuerte recht spartanisch und fragmentarisch Saxophonverzierungen
bei. Die studierte Sopranistin Fingerle brillierte, neben Stücken von Händel und
Mozart mit bachschen Arien aus der Johannespassion und
der Kantate "Was Gott tut, ist wohlgetan", wobei sie in Artikulation,
Intonation und Interpretation einen bleibenden Eindruck hinterließ.
Ähnlich gewandt präsentierten sich Organist Harald Tippl,
der mit seinem "Orgelstück" eines der eher dünn gesäten schwungvollen Stücke des
Abends vorstellte, und Kirsten Kohlmann, die mit ihrer Flöte
zuverlässig und gefällig begleitete und mit Tippl bei zwei
Sätzen aus einer Händelsonate etwas mehr in den Vordergrund treten konnte.
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Lesen Sie weiter: Gospel-meets-Classic: Künstler verbreiten "Freude an der Schöpfung"
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GOSPEL MEETS CLASSIC

DIE IDEE
,,Gospel meets Classic" steht für eine Idee, unter welcher sich drei Musiker zusammengefunden haben, um die Gemeinsamkeiten von europäischer klassischer Musik und afro-amerikanischem Gospel hörbar und erfahrbar zu machen.
Zusätzlich zu der Stammbesetzung - klassische Sängerin - Gospelsänger, welche auch den Vorstellungen des Organisators des Konzertes verändert werden kann, kommen noch weitere Musiker hinzu, so zum Beispiel die Flötistin.
Die Anregung zum ersten Konzert, welches in kleinem Rahmen in der ev. Kirche in Alsheim stattfand, kam von der Sängerin Gabriela Glaser Mills. Am großen Zuspruch und Erfolg dieses Konzertes läßt sich ein Interesse der Menschen an dieser Art von ,,Cross-over-Konzerten" ablesen, welche besonders durch ihre Vielseitigkeit eine Vielzahl von Zuhörern ansprechen.
Dadurch können Menschen mit verschiedenen musikalischen Interessen zusammengeführt, und ein Gefühl für das Gemeinsame entwickelt werden. Die Musiker, jeweils Spezialisten auf ihrem Gebiet, legen besonderen Wert auf das gemeinsame Musikerlebnis, so daß Stücke gemeinsam von klassischem Sänger und Gospelsänger
aufgeführt werden.
Die Musiker
ALMUT MAIE FINGERLE: Gesang
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Die in Esslingen am Neckar aufgewachsene Sängerin, lebt in Mannheim und studierte dort Gesang an der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst. Seit ihrem Examen studiert sie weiter privat in Frankfurt bei Donna Woodward, machte sich einen Namen als Solistin von Oratorien, Kantaten und Liederabenden. Darüber hinaus leitet sie zwei Gospelchöre und einen Kinderchor.
Web-Adresse:http://www.almut-fingerle.de/
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GABRIELA GLASER MILLS. Gesang
Die gebürtige Wormser Sängerin ist mit ihren musikalischen Formationen schon mehrere Jahre als vielseitige Interpretin verschiedener Stilrichtungen bekannt. Swing-Standards sowie Spirituals und Gospel gehören ebenso zu ihrem Repertoire wie die Highlights aus Musicals und Bühnenshows.
Web-Adresse:http://www.kraft-deiner-stimme.de/
KIRSTEN KOHLMANN. Ouerflöte
Die junge Flötistin stammt aus Osthofen und wird, nach Abschluß der Schule mit der Mittleren Reife, ab Frühjahr 2001 Musik mit Hauptfach Flöte studieren. Seit langem wirkt sie mit im Landesjugendblasorchester Rheinland-Pfalz mit und ging mit ihnen auf Tourneen ins In- und Ausland.
RANDALL TAYLOR, Keybord & Gesang
Hineingeboren in die Welt der
Spiritual- und Gospelmusik hat der afroamerikanische Sänger und
Pianist aus den USA einige Jahre in amerikanischen Gospelchor geleitet und ist auch mehrfach als Solist zusammen mit Stars der Gospelmusik aufgetreten.
Zur Zeit leitet er u.A. einen großen Gospel-Kirchenchor in Heidelberg.
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HARALD TIPPL, Orgel
Der in Mannheim geborene Organist studierte dort an der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst Orgel und machte dort seine künstlerische Ausbildung. In Saarbrücken und Frankfurt studierte er katholische Kirchenmusik. Er ist regelmäßig als Solist in der Umgebung tätig, zusätzlich spielt er in mehreren Ensembles als Continuo - Cembalist.
,,Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber es unmöglich ist, zu schweigen."
Victor Hugo
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Konzert Zwingenberg/Alsbach
9. September 2001
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