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Es war eine blendende Idee, die die
Verantwortlichen des Volkschors Roxheim
hatten, alle an Gospelmusik Interessierten
zu einem Workshop nach Bobenheim - Roxheim einzuladen. Als
Glücksgriff erwies sich Randy Taylor,
ein amerikanischer Profi auf diesem
Gebiet, der für das Projekt gewonnen
werden konnte.
Und so konnten am Sonntagabend
in der sehr gut besuchten St.-Laurentius -
Kirche in Bobenheim nicht nur die
hervorragenden Ergebnisse des Workshops
bewundert werden, sondern
auch die Kraft dieser Musik, die es bei
richtiger Darbietung versteht, einen
ganzen Saal aus der Reserve zu locken,
sodass fast alle mitklatschend,
mitlebend, ja sogar mitsingend die in
sonstigen Konzerten übliche Kluft zwischen
Ausführenden und Zuhörenden
überwanden und den ganzen
Kirchenraum erzittern ließen.
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Gleich zu Beginn stimmte Randy
Taylor, am E-Piano stehend, harmonisch
vielfältig und rhythmisch swingend,
in den Abend ein, ehe ein klatschender
Chor durch die Kirchengänge
zog und danach sauber in der Intonation,
begeisternd in Ausdruck und
Vielfältigkeit in der Gestaltung den ersten
Titel ohne Klavierbegleitung sang.
"We invite you" war das Lied, bei
dem Randy Taylor auch sein
improvisatorisches Können eindrucksvoll unter
Beweis stellte. Wenn auch die etwas
zu laute Klavierbegleitung seine
Stimme überlagerte, konnte die Begeisterung
des Chors das Publikum mitreißen.
Die Begeisterung steigerte sich
noch bei "Swing low", wobei Chorsolisten
den ganzen Abend über immer
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wieder zeigten, dass sie die Musik
auch von innen heraus gestalten können,
und die Gospels zu dem machten,
was sie sind: eine subjektive religiöse,
musikalische Aussage, die es
nicht erforderlich machte, alles in
höchster Perfektion zu präsentieren,
sondern in der Ehrlichkeit des
Ausdrucks und des Gefühls.
Jens-Peter Giersch,, der in seiner
Moderation viele wissenswerte Details
zum Thema "Gospels" ausführen
konnte, leitete zum nächsten Teil
über, wo in "Rock my Soul" ein
bekannter Klassiker der Gospelmusik
sehr variantenreich erklang, abgelöst
durch den in den Harmonien sehr
farbigen Satz, der die Grenzen des Chors
aufzeigte, und im "Kumbah Yah My
Lord" mit einem eindrucksvollen
A-cappella-Schluss endete.
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Dass Gospels percussion- und nicht
melodiegebunden zu gestalten sind,
zeigte der Projektchor, der von Freitag
bis eben diesem Sonntagabend zum
ersten Mal zusammenkam, in den
folgenden Titeln deutlich: "Roll Jordan
Roll", von Solisten getragen, die im
Wechsel mit dem Chor die
fantastische Stimmung zu erhalten wussten,
wurde abgelöst durch "Say the World"
im Charaktergegensatz und "I will tell
it" mit seinem eigenen, durch Randy
Taylor verstärken Rhythmus.
Im letzten Teil des Konzerts, das
auch als Abschied von Chorleiterin
Almut-Maie Fingerle verstanden wurde
— sie hat seit 1996 den Roxheimer
Gospelchor geleitet —, erklang ein
fantastisches "Soon very soon", bei dem auch
die leisen Töne, die dynamischen
Abstufungen zur Geltung kamen, ehe
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das Lied "Widness for my Lord" die
Zuhörer endgültig von den Sitzen riss
und dem Rhythmus nicht mehr
widerstehen ließ.
Ovationen und Zugabe-Rufe
verhallten nicht ungehört, und so konnte
eine zufriedene Erste Vorsitzende
Elvira Saelens den näcsten Workshop für
Dezember ankündigen, aber auch
zum regelmäßigen Singen mittwochs
um 19.30 Uhr einladen.
Die suggestive Kraft, die Randy
Taylor auf die Sängerinnen und Sänger
ausstrahlte, konnte in dem sich ins
Unendliche steigernden "Oh happy Day"
und in "Amen" nochmals bewundert
werden, denn jetzt sangen auch große
Teile des Publikums mit.
Sicher wird dieser ungewöhnliche
Abend so manchem im Gedächtnis
bleiben. (rv)
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